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Die Chirurgie zur Wiederbestimmung des Geschlechtes ist vor kurzem in Kuba
genehmigt worden. Auch ein Fürsorgeprogramm für Transsexuellen. Das ist von
Mariela Castro, der Leiterin des Nationalen Zentrum für sexuelle Erziehung (CENESEX) und
Tochter vom Staatspräsidenten Raúl Castro, bestätigt worden. Der Beschluß No. 216 vom 2008
genehmigt die „ Verfahren, die als Bestandteil der umfassenden Fürsorge an Transsexuellen
Personen seitens des Nationalen Gesundheitssystems notwendig sind“.
Die Verordnung, die vom Minister für Gesundheitswesen José Ramón Balaguer am vergangenen
4. Juni unterzeichnet wurde, wird die Errichtung eines Zentrums für die ärzliche
Fürsorge an Transsexuellen ermöglichen. Dieses Zentrum soll die einzige bevollmächtigte
Einrichtung in Kuba werden, wo ein Geschlechtswechsel und die entsprechende
Therapie für jeden Patienten vorgenommen werden darf.
Seit 2004 hat Mariela Castro Anstrengungen unternommen und legale Anträge gestellt, die
den kubanischen Transsexuellen gesundheitliche Fürsorge sichern soll. Sie hat
gesagt: "Wir sehen den Transexualismus als eine besondere Realität, die eine
besondere Verantwortung der Gesellschaft bedürfte.“ Die Verordnung „macht aus
dem Nationalen Ausschuß für die allseitige Fürsorge an die Transsexuellen Personen die
zuständige Instanz, die alle Handlungen koordinieren soll“. Dieser Ausschuß hat
schon seit 1979 als Arbeitsgruppe gewirkt, aber erst 2005 ist er
als Körperschaft offiziell anerkannt.
FOTO: Auch Ricardo Alcaron, Präsident des kubanischen Parlaments, setzt sich
für gerechten Umgang mit Homosexuellen ein.
Über 100 Fälle sind seit 1979 untersucht worden. 27 davon sind als Transsexuelle
bestätigt worden. Sie bekommen Hormonenbehandlung und können die Chirurgie zur
Wiederbestimmung des Geschlechts bekommen, wenn sie die Gesundheitserfordernisse
dafür erfüllen und wenn sie es sich wünschen. Seit 2005 wurde diese Maßnahme
studiert, jedoch jetzt, zu einem Zeitpunkt bestätigt, wo von der kubanischen
Regierung eine Reihe von Wechsel-maßnahmen getroffen werden. Mittel Mai führte
Mariela Castro schon eine starke Kampagne gegen Homophobie, die mit der Unterstützung
ihres Vaters und der regierenden Kommunistischen Partei Kubas gezählt hat.
Die kubanische Gesellschaft war früher vom “Machismo” stark eingeprägt gewesen.
Nach und nach hat sie die Homosexualität mehr oder weniger akzeptiert und zwar
nach den ernsten Konflikten, die sich in den 60ern. Jahren gegeben hatten, als
manche Homosexuellen in Arbeitslager gesteckt bzw. gesellschaftlich und arbeitsmäßig
am Rand gestellt wurden.Aus der Genehmigung der Chirurgie zur Wiederbestimmung
des Geschlechtes werden sich Veränderungen im kubanischen Familiengesetz ergeben
müssen, um die Zivilrechte und die Erberechte, sowie die Sozialversicherung im
Falle von Ehen gleichen Geschlechtes gewährleisten zu können. Das CENESEX ist
verantwortlich für die Einreichung von Vorschlägen für Gesetzveränderungen, die
vom kubanischen Parlament zu unternehmen wären.
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