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Auch wenn es seitens der Spanischen Kröne jüdischen Menschen verboten war,
Kuba zu betreten, ist es bekannt, daß schon im Jahre 1492, d.h., im gleichen Jahr der Entdeckung der
Insel durch Kolumbus, hatte die lange und oft versteckte Anwesenheit der Hebräer auf dieser Insel gegeben.
Ab der zwanzigen Jahre des vergangenen Jahrhundertes machten sich die jüdischen Einwanderer auf Kuba
besonders bemerkbar und sie vermehrten sich dann in der Zeit zwischen 1933 und 1947, als sich der
Nazismus im Westeuropa verstärkte und als der 2. Weltkrieg zur Ende ging. Auch wenn es hebräische
Anwesenheit auch in anderen Provinzen von Kuba gegeben hatte, haben diese Einwanderer vor allem aus
der Hauptstadt Havanna –und insbesonders aus dem Wohnviertel Althavanna- der Hauptsitz ihrer kommerziellen
Tätigkeiten gemacht, d.h., ihrer Bäckereien, Bekleidungsläden und Schuhläden, ihrer Importlager und
Blechwarengeschäfte, ihrer zahlreicher religiösen und kulturellen Gesellschaften, Verbände für gegenseitige
Hilfe,sowie ihrer Zeitschriften und Zeitungen. So, z.B., hing an der Tür einer Schneiderei in der Straße
Obispo, die im Jahre 1875 begründet wurde, ein Bild vom spanisch-jüdischen Philosophen, Mathematiker und
Physiker Maimónides (1170-1180), der seinem Beitrag dem Judentum wegen auch als der „zweite Moises“
gekannt wurde. Dieser Laden war eine Adresse für neu angekommenen Jüden, die Kontakt mit Mitgliedern der
jüdischen Kolonie auf Kuba aufnehmen wollten um dann weiter zu reisen.
Verbunden mit der hebräischen Anwesenheit auf Kuba ist
auch die Legende über die bekannte Wetterfahne auf dem Castillo de la Real, die eine Bronzstatue ist,
die die spanisch-jüdische Isabel Bobadilla darstellen soll. Sie war die Frau des ersten spanischen
Generalkapitänes von Kuba und Konquistadoren Hernando de Soto. Doña Isabel Bobadilla fungierte als
Generalkapitän, als ihr Mann 1539 eine dreijährige Expedition von Florida nach Oklahoma startete.
Auf der Reise zurück nach Kuba erkrankte und starb er. Vor der Landung von Christoph Kolumbus war Kuba von
Indianern bewohnt. In der ersten Jahrhunderthälfte der spanischen Kolonialherrschaft wurden sie so gut wie
ausgerottet und durch afrikanische Sklaven ersetzt. Die gegenwärtige Bevölkerung besteht hauptsächlich
aus Kubanern, die spanische, afrikanische oder spanisch-afrikanische Vorfahren haben.
Die Anzahl der
von anderen Völkern abstammenden Kubaner ist nicht groß, jedoch findet man schon auf Kuba eine
breite Vertretung von den verschiedensten Völkern und demzufolgen Weltkulturen, was es Ihnen sofort
auffallen wird, wenn Sie durch die Straßen von Kuba bummeln. Deshalb sollen die Reisenden nicht erstaunen, warum
es im Althavanna ein Hotel gibt, das Hotel Raquel, das im Judentum inspiriert wurde. Auch nicht, warum
es in Havanna ein Chinatown, auch wenn winzig klein, gepflegt wird.
Ebenfalls ist es in diesem
Zusammenhang interessant zu wissen, daß es im Haus-Museum der Araber im Althavanna ein Gebetsaal seit
1991 besteht, das auf die Mekka orientiert ist und wo freitags nachmittags von Gläubigen –hauptsächlich
Arabern- Gebete durchgeführt werden. Dabei geht´s darum, die verschiedenen Würzel der kubanischen Kultur,
darunter auch die Beiträge von den verschiedenen Rassen und religiösen Glauben, die das
Kubanische herausgebildet haben, lebendig zu halten.
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